„Plädoyer für eine Ruine“ – Pläne für die Elbphilharmonie im Spiegel

Christoph Twickel plädiert in seinem Spiegelkommentar für einen endgültigen Baustopp >>

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Zehn Jahre der Kulturbehörde Hamburg

Petra Schellen (taz Hamburg) bereut ihre ad personem Kritik an Dana Horáková, und vergißt darüber einiges, ein Kommentar im hausblog der taz: „Ohne die untertänige Mitarbeit von Vielen in der Kulturbehörde hätte Frau Horakova weniger Zugriffsmöglichkeiten gehabt. Eine Innenansicht würde sicher einige Erkenntnisse über den autoritären Charakter der Kulturakteure offenbaren. Der Stil im Auftreten der Kulturbehörde hat sich danach geändert, die Prioritäten bei den monetären Zuwendungen dagegen nur wenig – und damit wird wesentlicher Politik gemacht. Doch darin kennt sich Petra Schellen offenbar weniger aus, oder die Taz möchte das ihren Leserinnen nicht zumuten.“

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Wie der Radiosender Ndr Kultur das „Vermittlungsproblem“ der neuen Musik löst

Mail an Ndr Kultur:

„Ich bin schon erstaunt, wie vernichtend Ndr Kultur die neue Musik behandelt. Die neue Musik webseite bei Ndr Kultur enthält außer Steinway Sponsoring keinerlei Informationen über Sendungen, keine Podcast Angebote, nichts, sie endet als Sackgasse. Und später können die Programmdirektoren dann trefflich darüber debattieren, welch großes „Vermittlungsproblem“ die neue Musik hat.“

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eine Nebensache ? morgens um 7:29 im Deutschlandfunk 19.11.12

Shimon Stein – ehemaliger Botschafter des Staates Israel wird im Dlf  Radio interviewt, die Interviewerin fällt ihm ins Wort, zweifelt seine Aussagen an, am Ende:
„nun leiten wir weiter an R. Polenz (Cdu)“ ein langes Interview mit wenig Aussagen, die nicht schon hunderte Male wiederholt wurden, am Ende: „vielen Dank Herr Polenz, wir danken für dieses Interview“.
So wird eine deutliche Abneigung klar beim sonst so „neutralen“ Dlf radio, bei der Auswahl der Nachrichten ohnehin: die palästinensische Nachrichtenagentur wird wörtlich zitiert, israelische Nachrichtendienste – Fehlanzeige !
Der Deutschlandfunk als Sprachrohr für antiisraelische Meinungsbildung ?
Zu später Stunde gibt es dann die besser recherchierten Beiträge, bei denen mal eine andere Meinung zu Wort kommt. Für die Glaubwürdigkeit, oder die selbst gefällige „Ausgewogenheit“ ? Und das große Wundern über den verbreiteten Antisemitismus in Deutschland ?

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Rommel – der Film bei 3sat – Kommentar

An die Redaktion des 3sat Programms: irgendwie peinlich, die aktuelle Nochmalausstrahlung des Rommelfilms zum heutigen Tag. (17.11.2012) Die historischen Qualitäten der Verfilmung lassen wie die filmische Darstellung zu wünschen übrig. Ein diffuses „wir Gefühl“ mischt den geschichtsrevisionistischen Andeutungen reichlich Nahrung zu. Fehlen Ihnen Alternativen ?

für weitere Kommentare: info@3sat.de

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„What the fuck is the Kunstverein, seit 1817“

Momentan wohl schon pleite, was nun nicht weiter auffällt, da der Kunstverein ohnehin hinter einer Werbefläche für die Iba/Igs 2013 verschwunden ist. Dafür bekommen die KV Mitglieder Einladungen zugesandt, die so was von kreativ sind. Ob Direktor Florian Waldvogel selbst seine kreative Ader hier einfließen lässt oder Mr.Interkool – egal, die Pakete sprühen vor gestalterischen Geistesblitzen. Aktuell: 

Mit dabei, eine Gummihandschuh, schön orange, wohl um den Rest des Pakets anzufassen: What the Fuck is Heimat, Kiki Kogelnik –  „I Have Seen The Future“, noch eine schwarze Karte zu Manuel Graf und Obelix mit arabischer Sprechblase und dann noch, eine Erratum mit derselben Sprechblase. Ach wie sind sie doch einfallsreich, und so witzig, und modern und , und schicken uns hoffentlich bald ein zweites Paket mit dem zweiten Gummihandschuh.

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Was die Hamburger Behörde für Kultur und Medien alles fördert.

  • z.B. :
  • VUT – Nord (Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. ), er „agiert seit dem Frühjahr 2004 als aktive Kommunikationsbasis in der Region und vernetzt die dort ansässigen Mitglieder, die sich aus kleinen und mittleren Betrieben der Musik produzierenden Wirtschaft (Verlage, Produzenten, Labels, physische und digitale Vertriebe) und deren Dienstleister auf Vermarktungsseite (Promotion- / Online- / Marketing-Agenturen) rekrutieren.“(…)  “Der VUT-Nord verfolgt darüber hinaus aber auch durch zahlreiche Aktivitäten direkt am Standort eine engere Zusammenarbeit mit den Vertretern der Politik und der Behörden vor Ort, um so die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für seine Mitglieder zu stärken.“
  • Gehört der Beschreibung nach in das Ressort der Wirtschaftsbehörde ?
  • Offenbar nicht, die Hamburger Behörde für Kultur, Sport und Medien und RockCity Hamburg e.V. (ebenfalls von der KB gefördert)  werden als Fördermitglieder genannt.
  • Und beim Wettbewerb „Music Works 2012“ werden dann insgesamt 50 000€ an die „innovativsten Köpfe in der Musikwirtschaft“ vergeben (…) um neue kreative Jobs in Hamburg entstehen zu lassen.“
  • Also eher ein Job für die Arbeitsagentur.
  • Oder die  „Hamburg Kreativgesellschaft“, eine Einrichtung „zur Förderung der Hamburger Kreativwirtschaft. Die Stadt stärkt damit einen ihrer zukunftsfähigsten und innovativsten Wirtschaftszweige (…)“.
  • Welche finanziellen Mittel aus dem Etat der Kulturbehörde in die Arbeit der Kreativgesellschaft fließen, lässt sich schwer recherchieren, da eine öffentlich zugängliche Dokumentation darüber nicht existiert.
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„Erntedank“ oder je putziger das Projekt, umso wahrscheinlicher der Erfolg?

Die Hamburger Initiative GrünAreal kümmert sich um einen sozialen Garten an der Alten Rindermarkthalle. Zum 7.10.2012 wird mit der „Keimzelle“ Erntedank gefeiert in der Marktstraße. Etwas Verbindendes muß es ja geben, ein Fest kann helfen oder ein Garten.
Das wird dann flux zur völkerverständigenden Kunstidee erhoben, und noch dazu mit Beiträgen der Iba Veteranen Anke Haarmann und Harald Lemke und des Kunstprofessors Michael Lingner nobilitiert. Noch etwas „Keimzelle“ und rotes Stirnband, Musik, Film und Suppe, fertig ist das Erfolg versprechende Kunstprojekt, wird auch gefördert von der KB.

Und damit es den aktuellen Spießerton auch trifft, muß aus der Mottenkiste das Erntedankfest gehoben werden. Das wird am 1.Sonntag im Oktober gefeiert, eine Datierung, die im Gesetz über die Feiertage am 27.2.1934 von den Nazis festgelegt wurde. Das ist dieses Jahr der 7.10. 2012, Grünareal feiert dann Erntedank, Mahlzeit.

Ist das Kunst oder kann das auf den Kompost, um auf Michael Lingners Beitrag „Ist das Kunst oder kann das geerntet werden“ zu antworten.

Das Grünareal versteht sich als Kooperationsprojekt • performative Gartenskulptur • Eingriff in städtische Angelegenheiten und arbeitet im Recht auf Stadt Netzwerk mit.

passend dazu ein Kommentar auf dem „die Leute: real“ blog >>

• hier, kurz erklärt die Hintergründe der Auseinandersetzung um die Rindermarkthalle in einem Taz Artikel vom 4.10.12

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