Sollte die Musik von John Cage vor ihren Interpretatoren „beschützt“ werden ?

Mittlerweile gehört die Aufführung von Kompositionen von John Cage zu dem Standardrepertoire vieler Interpreten Neuer Musik. Gerne genommen werden dazu die „Number Pieces“ aus seinen späteren Jahren. Zum Einen sind sie nicht gerade schwer aufzuführen: die „Time Brackets“ als wesentlicher Bestandteil der Komposition geben Dauer und Einsatzzeitpunkt an, was genau gespielt wird, können die Interpreten entscheiden. Zum Anderen macht es sich gut, den berühmten Komponisten im Repertoire zu haben. Allerdings verlangen die Aufführung auch dieser Stücke eine performative Präsenz und Haltung, die offenbar vielen aktuellen Interpreten abhanden gekommen ist. Das Ergebnis sind peinlich langatmige, oft ins esoterische abgleitende Inszenierungen.

Wie anders dagegen seine TV Performance  „Water Walk“ von 1960, oder die Interpretationen seiner Freunde David Tudor oder Frederic Rzewski.

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